Wichtig zu wissen

Auf den Seiten zum Zhan Zhuang und zur Abschlussübung des Fan Teng Gong finden Sie neben allgemeinen Erläuterungen auch Darstellungen von Übungen. Für alle dieser Seiten gilt folgender Hinweis:

„Bitte beachten Sie, dass man traditionelle Übungen des Nei Gong – und darum handelt es sich beim Fan Teng Gong – nach Auffassung der Dao Yuan Schule nicht aus Büchern, Videos oder von Webseiten usw. erlernen sollte. Wir denken: man braucht einen Lehrer. Die Darstellung von Übungen auf diesen Seiten ist vor allem als Erinnerungsstütze für Schüler der Dao Yuan Schule und als Anschauungsmaterial für Personen gedacht, die bereits im Stehen praktizieren.

Schwangere ab dem dritten Monat und Personen mit Herzschrittmacher dürfen Qigong-Übungen im Stehen nicht praktizieren. Die Dao Yuan Schule weist jegliche Verantwortung für eventuell auftretende Probleme zurück, wenn dieser Hinweis nicht beachtet wird.“

So schreiben wir es regelmäßig in jeden Beitrag auf diesen Seiten, der konkrete Übungsabfolgen behandelt. Hier finden sie die Erklärung:

während einfache Qigongübungen in Bewegung in der Regel keine Probleme auslösen können, wenn man versucht, sie aus Büchern, nach Fotos oder Videos zu erlernen, so verhält es sich bei den inneren Übungen (Nei Gong) der chinesischen Überlieferung anders.

Im Nei Gong – also auch im Fan Teng Gong – werden entsprechend der jeweiligen Übung entweder durch Vorstellungslenkung oder durch minimale äußere Bewegungen Zirkulationen angeregt, deren Auswirkungen man zwar bald spüren, deren Mechanismus man aber – auch bei regelmäßigem Üben – recht lange nicht versteht.

Greift man in diesen Mechanismus ein, versucht also entweder die Übung zu verändern oder praktiziert man sie aus Unkenntnis fehlerhaft, kann man energetische Probleme bekommen. Bei Anfängern halten sich diese normalerweise im Rahmen, sie verschwinden nach einiger Zeit von alleine.

Werden stärkere, fortgeschrittene Übungen falsch praktiziert, so kann dies auch zu stärkeren Problemen führen.

In beiden Fällen sollte ein Lehrer wissen, wie er damit umgeht, wie er dies Probleme lösen kann. Darum erteilt die Dao Yuan Schule die Unterrichtserlaubnis für Fan Teng Gong erst dann, wenn durch die Praxis des Nei Jing Gong-1 und 2 ein höheres Niveau erreicht wurde, als es mit dem Fan Teng Gong möglich ist.

Werden innere Übungen von Anfang an falsch einstudiert, so tut man die ersten der Schritte, die eine meilenweite Reise beginnen können, in die falsche Richtung. Ist man in die falsche Richtung gegangen, muss man wieder umkehren und die Reise von vorne beginnen.

Wärmebilder beim Gua Sha Fa

Hier demonstriert eine Absolventin des Nei Jing Gong 3 eine Gua Sha Fa Behandlung¹:
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Festzuhalten ist, dass die niedrigste Umgebungstemperatur sich zunächst relativ konstant zwischen 19,5°C und 19,8°C bewegt und nach etwa 5 Minuten mäßig in den Bereich von über 20°C ansteigt. Die wärmsten Temperaturen steigen etwas schneller (nach ca. 4 Minuten) von anfangs 34,5°C in den Bereich zwischen 35,3°C und 36,4°C. Diese höchsten Temperaturen befinden sich im Bereich der Hand der Behandlerin; sie drücken die aktivierte „Sendungsbereitschaft“ einer Hand aus.
Insgesamt dauerte die Sitzung ca. 10 Minuten.
Ganz besonderes Augenmerk verlangen die wechselnden Farben des Schabers: Immer dann, wenn die behandelte Person artikulierte, sie habe das Empfinden, kühles Qi werde durch das Schaben ausgeleitet – immer dann kühlte die Temperatur des Schabers real ab (die drückt sich in der kühleren, grünen Farbe aus). Diese Kühle griff jedoch nicht auf die behandelnde Hand über. Doch dort, wo „geschabt“ wurde, sieht man manchmal helle Streifen, Streifen fast so hell wie die behandelnde Hand: warmes Qi wurde ausgesendet und zeigt sich in Form von Erwärmungen auf dem Rücken. (Weiß bildet höhere Temperaturen ab als rot.)
Meister Guo Bingsen hat das Gua Sha Fa an der Dao Yuan Schule gelehrt, um seinen Qigong-Schülern eine Methode an die Hand zu geben, die sie weitgehend davor bewahrt, beim Behandeln verbrauchtes Qi aufzunehmen. Tatsächlich wird der Schaber grün, die Hand bleibt unversehrt.
So kann sie den an der Dao Yuan Schule ausgebildeten Lehrern für Fan Teng Gong eine Hilfe sein, um Reaktionen bei ihren Schülern abzumildern und jenen dadurch schnellere Frtschritte im Fan Teng Gong zu ermöglichen. – In derartigen Fällen wird jedoch in der Regel auf der Bekleidung, nicht auf der Haut „geschabt“.
Es entspricht der Erfahrung der Therapeuten unter den Schülern der Dao Yuan Schule, welche diese Methode häufiger im medizinischen Sinne verwenden, dass der Schaber sich nach der Behandlung von Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oftmals kalt anfühlt. Die eigenen Hände der Behandler werden hingegen nicht kalt: dies hängt einerseits mit dem starken Abwehr-Qi zusammen, das man im Nei Jing Gong entwickeln kann, zum zweiten aber auch mit dieser alten, oft unterschätzten Methode, dem Gua Sha Fa.
Die fast vollständige Gleichzeitigkeit des Auftretens eines Kühlegefühls der behandelten Person und der Grünverfärbung des Schabers sollte – systematisch untersucht – auch wissenschaflichen Standards genügen. („Fast vollständige Gleichzeitigkeit des Kühlegefühls und der Grünverfärbung des Schabers“: Manchmal zeigte sich die Grünverfärbung kurz bevor die Behandelte das Kühlegefühl artikulierte. Das Messinstrument war in diesen Fällen offensichtlich manchmal schneller, als die reflektierte Wahrnehmung.)
Für wissenschaftlichen Standards genügende Untersuchungen müssten sicherlich noch viele weitere Parameter berücksichtigt werden. Doch scheint uns bereits aus unseren eher zufällig durchgeführten, bisher nur wenigen Messungen deutlich hervorzugehen, dass „Qi“ eine reale Sache ist, nicht nur ein Gedankengebilde.
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¹ Gua Sha Fa ist eine in Asien weit verbreitet, aus China stammende Form der Massage, deren Ursprünge bis in die Steinzeit zurück gehen sollen. Im Rahmen der Entwicklung dieser Methode wurden die ursprünglichen „Nadeln aus Stein“ verbreitert und handlicher gemacht, bis schließlich die derzeit immer noch verwendete Form des „Schabers“ entstand. Diese Methode kann von Laien als Wohlfühlmassage bei Gesunden angewendet werden; für Mediziner und Heilpraktiker hätte sie vermutlich das Potential, sich zu einer Lieblingsmethode zu entwickeln.  Mehr zum Hintergrund der Methode des Gua Sha finden Sie auf der korrespondierenden Seite der Dao Yuan Schule für Qigong.

Qi aussenden auf einen Fuß | Experimente

Wir haben festgestellt, dass von Absolventen des Nei Jing Gong2 und des Nei Jing Gong3 ausgesendetes Qi Wärmeempfindungen beim Empfänger hervorrufen kann.

Mit einer Thermografiekamera kann man versuchen, eventuell beim Aussenden auftretende Temperaturveränderungen beim Empfänger zu dokumentieren. Derartige Aufnahmen haben wir bereits 2004 mit einer Wärmebildkamera vorgenommen und das Wissen um diesen Sachverhalt ist auch Teil der seit Jahrhunderten und Jahrtausenden überlieferten Theorie des klassischen chinesischen Qigong. Nun tun wir einmal so, als wüssten wir das alles nicht und versuchen, die Aussagekraft von Menschen erdachter Messgeräte über deren eigene Wahrnehmungs- und Kombinationskraft zu stellen.

Zunächst beschränken wir uns auf das Aussenden von Qi auf den Fuß eines Empfängers. – Fuß und Bein sind im Vergleich zum Rumpf relativ „einfache“ Körperteile, Temperaturveränderungen sind dort leicht zu erkennen und relativ gut in Zusammenhang mit dem Aussenden zu bringen.

Hier der erste Sendeversuch: Erwärmung des Fußes um ca 7°C
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Die Temperatur im großen Zeh der Empfängerin hat sich in ca. 5 Minuten um ca. 7°C erhöht. Sie selber empfand jedoch die Erhöhung der Temperatur im Bein als bedeutend deutlicher als jene im Fuß; sie fragte nach der Übertragung sogar, ob das Qi auf das Bein ausgesendet worden sei. Dies war nicht der Fall, die Senderin hatte durchgängig ausschließlich auf den Punkt Leber 3, Taichong (zwischen den Sehnen der großen und der zweiten Zehen, in einer Vertiefung) ausgesendet.

Beim Betrachten fällt auf, dass sich zunächst die kühlste Umgebungstemperatur von 19,5°C um über 1°C erhöht und sich bald in einem Bereich zwischen 20,6°C und 21,2°C bewegt.

Die wärmsten Stellen am Bein erhöhen sich von 33,6°C zu Beginn des Aussendens auf Werte zwischen 33,7°C und 34,3°C in dessen weiterem Verlauf.

Diese Aufnahmen wurden in den Abendstunden zwischen 20:28 Uhr und 20:33 Uhr durchgeführt, eine externe Wärmequelle wurde nicht verwendet.

Zweiter Sendeversuch: Wird hier die Kühle von ausgeleitetem Qi sichtbar?
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Hier ist weniger die Temperaturveränderung des Beines selber interessant, sonder jene um das Bein herum: sehr gut wird erkennbar, dass manchmal um das Bein herum Schwaden von Blau erscheinen, die manchmal sogar in Wölkchenform von innen nach außen zu treten scheinen.
In der Theorie des Qigong würde man dies folgendermaßen interpretieren: Das Bein wird erwärmt, dadurch verstärken sich die Zirkulation von Qi und Blut im Körper. Diese verstärkte Zirkuation von Qi und Blut ist nun imstande,  verbrauchtes (kühles) Qi z.B. über die Poren und über Meridianpunkte nach außen zu leiten.
Dieses Ausleiten von kühlem (verbrauchtem, krankem) Qi können für Qi sensible Personen im Übrigen auch spüren: beim eigenen Üben – und eben auch, wenn man externes Qi erhält und, damit im Zusammenhang stehend, verbrauchtes Qi ausleitet. Dabei finden die Äußerung der Wahrnehmung von Kühle und deren thermografische Sichtbarmachung annähernd zeitgleich statt. – In dieser Hinsicht wären weitere Untersuchungen sicherlich von Interesse für das allgemeine Verständnis von Vorgängen im menschlichen Körper.
Da die zweite Empfängerin an einem Hallux valgus (Ballenzeh) leidet, hat die zweite Senderin in diesem Fall Qi zum Fußballen der Empfängerin hin Qi ausgesendet. Dort befinden sich verschiedene Meridianpunkte. Die Meridiane transportieren entsprechend dem Verständnis der chinesischen Philosophie das Qi im menschlichen Körper von Ort zu Ort, so dass es idealerweise überall gut zirkuliert. Blockiertes, kühles Qi kann diese Zirkulation behindern; darum versucht der Körper – dessen Selbstheilungskraft – , es nach außen zu befördern.
Man könnte vielleicht sagen, dass Qi-Übertragungen die Kraft zur Selbstregulation der Empfänger stärken können. – Obgleich wir hier ja nur ein Bein betrachten. Wenn ein Bein warm wird, hat sich noch nicht alles selbst reguliert, ist der Empfänger noch nicht gesundet. Der Mensch ist ein sehr komplexes Wesen!
Die zweite Empfängerin übt bereits seit Längerem Fan Teng Gong und Nei Jing Gong. Nach den Aussagen ihrer Ärzte hat sich ihr physischer Zusand in dieser Zeit merklich verbessert, auch fühlt sie sich selber deutlich besser als vor mehreren Jahren. – Dennoch gibt es offensichtlich noch immer etwas zum Ausleiten…
Diese Art von Experimenten soll fortgesetzt werden. Wir werden Sie auf diesen Seiten auf dem Laufenden halten!

 

Qigong: Vortrag mit Energiefeld und Übungsbeispielen, 2.9.18 in Braunlage

Am 2. September 2018 hält Edith Guba auf dem Naturheilkundetag Harz in Braunlage einen Vortrag mit Energiefeld und Übungsbeispielen zum Thema: Heilen und geheilt werden – Traditionelles chinesisches Qigong in Theorie und Praxis. Eine Einführung.

Verschiedene Möglichkeiten des klassischen Qigong werden unter dem Motto „Qigong : Perfektion archaischen Heilens?“ anschaulich und erfahrungsnah vorgestellt.

Veranstaltungsort: Kurgastzentrum Braunlage | Dr. Kurt Schröder Promenade 3 | Raum VR3

Zeit: Sonntag, 02.09.2018, 12:00 Uhr

Korrektur: Die pdf-Seite mit der richtigen Raumnummer (VR3 statt VR4) finden Sie hier. Beide Räume befinden sich fast nebeneinander.

 

 

 

Moral

Das Erste, was Meister Guos Meister zu diesem als seinem neuen Schüler sagte, war:

„Willst Du Qigong erlernen, so vergiss nie, anderen immer nur Gutes zu tun, ihnen niemals zu schaden.“

Jahrzehnte später hat Meister Guo das Dao De Jing von Lao Zi neu übersetzt¹. Dessen zweiter Teil, das „De Jing“ – „Das Buch vom De“ („Das Buch vom Ausdruck des Dao in der Welt“¹) beginnt mit diesem Kapitel:

38. kapitel

hohes de weiß nicht vom de – darum hat es de.

niedriges de verliert nicht sein de – darum hat es kein de.

hohes de handelt nicht und kalkuliert nicht,

niedriges de handelt und kalkuliert.

hohes wohlwollen handelt und kalkuliert nicht.

hohe gerechtigkeit handelt und kalkuliert.

hohe riten handeln, doch ohne entsprechung.

in der folge krempelt man die ärmel hoch und drückt sie durch.

also: nach dem verlust des dao

gibt es noch de.

nach dem verlust des de

gibt es noch wohlwollen.

nach dem verlust des wohlwollens

kommt die gerechtigkeit.

nach dem verlust der gerechtigkeit

kommen die rituale.

rituale sind schwach in treue und glauben,

doch sind sie unruhestifter.

intelligente kalküle:

der falsche glanz am dao und beginn

der ignoranz.

einsichtige menschen stützen sich auf solides, nicht auf schwaches.

sie vertrauen dem realen, nicht dem falschen glanz.

sie verwerfen diesen, wählen jenes.

In der französischen Originalübersetzung von Guo Bingsen:

Chapitre 38

L’homme de vertu supérieure ne prétend pas

posséder la vertu, mais il la possède réellement.

L’homme de vertu inférieure déclare ne pas avoir

perdu la vertu, mais il ne la possède pas réellement.

La vertu supérieure n’agit ni ne calcule.

La vertu inférieure agit et calcule.

La bienveillance supérieure agit et ne calcule pas.

La justice supérieure agit et calcule.

Les rites supérieures agissent.

A défaut de réponse, on retrousse ses manches

et les impose.

Après la perte du Dao, vient la vertu.

Après la perte de la vertu, vient la bienveillance.

Après la perte de la bienveillance, vient la justice.

Après la perte de la justice viennent les rites.

Les rites sont l’affaiblissement

de la fidélité et de la confiance et

le commencement du trouble.

Les calculs de l’intelligence

sont la fausse splendeur du Dao et

le commencement de l’ignorance.

L’homme de cœur s’appuie sur le solide et non sur

ce qui est faible.

Il se fie à la réalité, non à la fausse splendeur.

Il rejette celle-ci et adopte celle-là.

Der Daoismus glaubt an das Gute im Menschen, in seinem Verständnis wird der Mensch gut geboren.

Der Daoismus kennt nicht die Kategorie der „Sünde“, er spricht von „Fehlern“. Der chinesische Begriff hierfür ist 病 „bing“ – Fehler, Defekt, Krankheit. Wenn wir Qigong üben, arbeiten wir daran, unsere Krankheiten zu erkennen und zu heilen – inklusive der Fehler in unserem Verhalten.

Warum hat Meister Guos Meister dann gesagt, was er gesagt hat?

Nun, auch das Qigong ist nicht per se gefeit gegen das Böse. Zum Beispiel gibt es im Kungfu Übungen, welche die Fähigkeit entwickeln, den Kampfgegner zu töten, ohne dass man äußerlich irgendeine Verletzung an dessen Körper erkennen könnte. Bei dieser Übung entwickelt man zuerst die Fähigkeit, das Qi im Zeigefinger zu konzentrieren; dann entwickelt man die Fähigkeit, mit ausgesendetem Qi eine Kerzenflamme auszulöschen. Wenn man die Fähigkeit erreicht hat, mit seinem ausgesendeten Qi eine hinter einer Glasscheibe stehende Kerzenflamme zu löschen, ohne dass die Glasscheibe zerbricht – dann hat man auch die oben genannte Fähigkeit erreicht.

Unter dem Oberbegriff „Qigong“ verstecken sich verschiedene, teils sehr perverse Ziele.

Die Dao Yuan Schule für Qigong hat solche Ziele nicht, noch unterrichtet sie Übungen, welche derartige Ziele erreichen können.

Meister Guos Meister war sich aber wohl darüber im Klaren, dass man auch im Bereich des Qigong auf Abwege geraten kann. Dann kann man dessen höchste Ziele, schlussendlich das Dao, schwerlich erreichen. Jeder Meister möchte gerne, dass seine Schüler gute Ergebnisse entwickeln. Gute Ergebnisse erfordern gutes Üben und gutes Handeln entsprechend dem Dao.

(‚Entsprechend dem Dao‘ bedeutet nicht, dass man dafür Daoist sein müsste.)


¹ Guo, Lao Zi Dao De Jing, daoyuan verlag Edith Guba, ISBN 978-3-9809511-1-1

² 德_“De“ wird begriffen als „Ausdruck des Dao in der Welt“. Im Alltagsgebrauch bedeutet es „Moral, Tugend“. Leider sind manche Begriffe im Westen durch verschiedenen historische Funktionalisierungen kaum mehr ohne verquere Konnotationen verwendbar. Moral und Tugend sind als Begriffe hier schon seit Längerem in den jeweils zweiten Rang abgerutscht, den der Abwesenheit von De: sie werden als Handlungsweise proklamiert („nicht verloren“) oder sie dienen der Intervention und dem Kalkül. Darum blieb der Begriff im Deutschen unübersetzt. Meister Guo verwendet im Französischen „vertu“ – es mag für ihn als Nicht-Muttersprachler einfacher sein, einen eventuell vorhandenen negativen Kontext zu überhören, vielleicht ist er im Französischen auch nicht so spürbar vorhanden wie im Deutschen.

Thermografien beim Üben

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bu1 - Thermografieaufnahmen während einer Fan Teng Gong Übung.
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Hier sehen Sie thermische Veränderungen von zwei Personen beim Üben des Dao Yuan Fan Teng Gong. Die Bilder stammen aus mehreren Serien, die am 29./30. März 2003 von Guo Bingsen und Edith Guba aufgenommen wurden.
Beide Teilnehmer waren damals Anfänger im Qigong. Eine Übungsrunde im Fan Feng Gong dauert ca. 40 Minuten. (Die jeweiligen Temperaturen folgen demnächst.)
Fan Teng Gong wird im Stehen geübt. Nimmt man die korrekte Grundstellung ein, so wird die Qi – und mit ihm die Blut-Zirkulation sofort beschleunigt. Dies kann man gut an den Farbveränderungen von grün nach gelb nach rot erkennen. Kurz danach treten oftmals bald auch ausleitende Reaktionen ein. Ausleitungen erfolgen im Qigong meistens über die Hände und/oder über die Füße. Beim Üben kann man dies als Kühle oder Kälte empfinden, auf den Thermografiebildern werden sie durch Farbverschiebungen von rot nach gelb nach grün und blau erkenntlich.
Die Temperaturveränderungen in bekleideten Bereichen sind in Bezug auf die Ergebnissen der Thermografieaufnahmen ungenau und nicht relevant.
Demnächst folgen weitere Erläuterungen.

Thermografien, Hintergrund und Perspektiven

Meister Guo Bingsen sendet Qi über einen Zahnstocher zum Punkt Hegu eines Kursteilnehmers.
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G1 - Guo Bingsen sendet mittels eines Zahnstochers, der die Haut des Empfängers nicht berührt, Qi zum Punkt Hegu eines Schülers. Weitere Infos zu dieser Bilderreihe folgen demnächst.
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Diese Aufnahmen sind am Wochenende des 22./23. März 2003 entstanden.

Diagramme im Vergleich

Zum besseren Verständnis des Folgenden zunächst meine Hände im Vergleich:
Hand im Sende-Modus, sowohl für kühles als auch für warmes Qi
Hand im Normalzustand
Vergleichsdiagramm 1 (B/L) zum kühlen und zum warmen Aussenden:

Vergleichsdiagramm 2 (A/O) zum kühlen und zum warmen Aussenden:

Es zeigt sich, dass die Ergebnisse des kühlen und des regulären warmen Aussendens ohne Empfänger thermisch nahe beieinander liegen. Trotzdem gibt es Differenzen. Für definitive Aussagen ist es noch etwas früh.

Unter diesem Link finden Sie die Infrarot-Aufnahmen zum Aussenden von regulärem/warmem Qi und hier finden Sie die Infrarot-Aufnahmen zum Aussenden von kühlem Qi.

Exkurs zum Qigong

Vielleicht gibt es ja aber Analogien zwischen diesen Messungen und den Erfahrungen beim Praktizieren der Übungen, welche diese Fähigkeit entwickeln: Beim Nei Jing Gong schwitzt man sowieso ziemlich. Bei den Kühle-Übungen empfinden manche Übenden noch mehr Hitze. Das haben wir uns immer mit dem Kühlschrank-Prinip erklärt: es ist Energiezufuhr nötig, um Kühle herzustellen. – Wieso sollte das nicht auch fürs Aussenden gelten – selbst wenn es nicht auf einen Empfänger gerichtet ist. Auch spielt beim Aussenden von Kühle – die sich normalerweise nach der gewissenhaften Praxis der entsprechenden Übungen des Nei Jing Gong¹ ja ohne eigene Vorstellung des Senders von alleine initialisiert, wenn sie benötigt wird und der Sender als solcher aktiv geworden ist – nicht nur die Kühle selber eine Rolle, sondern auch weitere Potenziale des Qi.

Es ist Prüfungsvoraussetzung für die Unterrichtserlaubnis des Dao Yuan Fan Teng Gong, mindestens die zweite Stufe des Nei Jing Gong praktiziert zu haben. Diese beinhaltet auch Übungen zur Entwicklung von kühlem Qi. Damit können die an der Dao Yuan Schule für Qigong ausgebildeten Lehrer für Fan Teng Gong ihre Schüler bei starken Hitzereaktionen unterstützen. Bei Verbrennungen ist es eine mehr als willkommene Nothilfe und Ärzte, Heilpraktiker und Heiler werden es automatisch bei verschiedenen Hitze-Beschwerden aussenden, insofern es vom Organismus des Empfängers benötigt wird – jeder, der es geübt hat, auch Handwerker, Hausfrauen, Professorinnen – alle, die es regelmäßig täglich üben; auch sind diese Übungen manchmal etwas anspruchsvoll; für Personen, die an Krebs erkrankt sind, sind sie nicht geeignet. – Qigong ist sehr wunderbar und man weiß nicht, ob man es glauben soll oder nicht. – Aber befinden sich nicht die modernen Naturwissenschaften manchmal in ganz ähnlichen Situationen?

Demnächst mehr zu diesen Themen.


¹ „Nach der Praxis des Nei Jing Gong“ – ob andere Qigongformen diese Fähigkeit auch entwickeln, weiß ich nicht; ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen.

Das Alte sagt …

Die beiden ersten Bücher, die ich mir selbst gekauft habe, waren ein Taschenbuch zur Umweltverschmutzung in den USA und der Galileo Galilei von Bert Brecht.

Das erste habe ich damals nicht wirklich verstanden, denn ich hatte das Glück, in einer einigermaßen intakten Natur aufwachsen zu dürfen. Im zweiten habe ich Sprüche gefunden, mit denen ich sofort die Wände des Zimmers, das ich mit meiner Schwester teilte, in großen Buchstaben bemalte. Einer dieser Sätze war:

„Das Alte sagt: So wie ich bin, bin ich seit je.
Das Neue sagt: Bist du nicht gut, dann geh.“

Es ging dabei um die Ablösung des ptolemäischen Weltbildes, dass nämlich die Erde eine Scheibe sei, durch das kopernikanische Weltbild.

Giordano Bruno, der bereits im 16. Jahrhundert die Auffassung vertreten hatte, dass es unzählige Planeten im Universum gäbe, die ebenso von lebenden Wesen bewohnt seien wie die Erde, wurde wegen dieser und anderer „Ketzereien“ im Jahre 1600 in Rom öffentlich verbrannt.

Galileo hingegen hat sich im Jahr 1633 im Alter von etwa 70 Jahren mit den Worten „Ich, Galileo Galilei, habe abgeschworen wie vorstehend, mit eigener Hand“ vor dem Scheiterhaufen gerettet.

Nun, was bei mir aus dem „Galileo Galilei“ hängen geblieben ist, das war der oben zitierte Vers.

Gerade kam er mir wieder in den Sinn.

Kühles Qi | Thermografie

Die Fähigkeit, Yin-Qi auszusenden, ist nicht so einfach zu erreichen. Dennoch kann sie hilfreich sein, zum Beispiel bei Verbrennungen oder bei manchen Hitzeerkrankungen. Meister Guo Bingsen hat erzählt, im chinesischen Daoismus gäbe es Übungen zum Austausch von Qi mit Schlangen. Auf diese Weise könne man das kühle Qi von Schlangen aufnehmen und später im Bedarfsfall aussenden.

Im Nei Jing Gong üben wir nicht mit Schlangen. Wir haben Übungen, um das beim Aussenden normalerweise warme Qi in kühles Qi zu verwandeln. Wie das funktioniert, wissen wir nicht. Wir müssen nicht einmal wissen, in welchen Situationen der Empfänger kühles Qi braucht: die Umwandlung des warmen in kühles Qi geschieht von alleine, je nach dem, was der Empfänger benötigt. Das ist sehr einfach. Bei Verbrennungen sehen wir natürlich, dass das Verbrennungen sind. Wenn wir Qi darauf aussenden, empfinden die Empfänger Kühle. Es entwickeln sich keine Brandblasen, es entsteht kein Schmerz. Manchmal bleiben leichte Rötungen, die bald zurückgehen. – Dies allerdings nur, wenn man unmittelbar Zeuge eines derartigen Unfalls war und auch unmittelbar aktiv werden konnte. (Einmal hatte ich mir selber aus Versehen heißes Wasser über die Füße gegossen. Ich sendete Qi darauf aus, der Schmerz ließ nach. Eine kleine Ecke tat noch etwas weh, das beachtete ich nicht weiter. Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass die kleine Ecke eine dicke Brandblase hatte. Dort, wo am Vortag der Schmerz am stärksten war, war nichts mehr zu sehen. Die kleine Ecke, die ich vernachlässigt hatte, schmerzte. Bis heute habe ich dort eine Narbe. – Man sollte also besser gründlich arbeiten. …)

Also: Unser Nei Jing Gong – Qi ist einfach in der Anwendung, man muss nicht dabei nachdenken, man muss es nicht durch Vorstellungslenkung initialisieren. Wenn man daran aber gewöhnt ist, dann ist es gar nicht so einfach, sich auf einmal dann doch begleitend etwas vorzustellen. – Qi folgt der Vorstellung. Diese Eigenschaft des Qi wird im Nei Jing Gong nicht benötigt. Dadurch wird erreicht, dass man sich beim Aussenden nicht gedanklich konzentrieren muss und dadurch Ergebnisse „entsprechend dem ‚Wu Wei‘ (dem ‚Nicht-Tun‘), entsprechend der Natur“ eintreten können. Vielleicht könnte man auch sagen: entsprechend der Biointelligenz interagierender Systeme.

Will man aber kühles Qi aussenden, ohne dass das Qi eines Empfängers dem Qi des Senders „Kühle!“ signalisiert – dann muss man sich das vorstellen. Ich dachte also beim Aussenden diesmal mehrere Male kurz daran, kühles Qi hervorbringen zu wollen.

Hier die Ergebnisse meines ersten Versuchs, das Aussenden von kühlem Qi ohne Empfänger durch Vorstellung zu generieren:

Reihe 1, kühles Qi:
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K1 - Das erste Bild dieser Reihe wurde vor Beginn des Aussendens um 12:22h aufgenommen. Es zeigt eine Temperaturdifferenz von 6,2°C zwischen 25,9°C und 19,7°C auf und über dem Korkboden, der als Hintergrund dient.
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Eventuell hat diese Art der Vorstellung sogar funktioniert, zumindest sind die Ergebnisse erkenntlich anders als beim üblichen Aussenden warmen Qis: zunächst steigen beide Werte an, sozusagen auf „Arbeitstemperatur“, (die Temperatur der Hand steigt hierbei etwas stärker als die ihres Umfelds), um dann etwa gleichmäßig tendenziell abzunehmen.

Qi kann kühl sein oder es kann warm sein. Es beinhaltet aber auch immer noch andere Elemente. Die Qualität des ausgesendeten Qis entwickelt sich je nach den Übungen, die man praktiziert, um diese Fähigkeit zu erlangen. – Je nach den Übungen, je nach der Qualität des eigenen Übens, je nach den Übertragungen des Meisters.

Verbrennungen sollen nicht ’schockgefrostet‘ werden, der Eisbeutel ist in solchen Fällen tabu; empfohlen wird bei leichten Verbrennungen stattdessen lauwarmes Wasser. – Gleiches gilt für das Qi: soll es Verbrennungen oder Hitzeerkrankungen behandeln, dann darf es natürlich nicht eiskalt sein. Das ist es auch nicht, denn das im Nei Jing Gong entwickelte kühle Qi passt sich der Situation des Empfängers an: die Biointelligenz von Sender und Empfänger kooperiert, selbst wenn der Empfänger bewusstlos sein sollte.

Nachdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um eine Fähigkeit handelt, die sich im Nei Jing Gong entwickeln kann – bei Schülern, die regelmäßig täglich 1-2 Mal ca. 30-60 Minuten lang praktizieren. Ohne die entsprechenden Übungen, ohne gutes eigenes Üben und ohne Übertragungen durch den Meister entwickelt sich diese Fähigkeit nicht.

Rufen Sie bei schweren Verbrennungen trotzdem sofort den Notarzt an oder fahren sie den Patienten selber dorthin!

Bei leichten und mittleren Verbrennungen gilt: Wenn die Kühle-Anwendung des Nei Jing Gong bis zum Eintreffen des Arztes nicht schon geholfen hat, dann haben Sie nicht gut geübt.

Reihe 2, kühles Qi:
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L1 - 07.07.2018, 16:52 Uhr: 24,8°C und 18,6°C, Temperaturdifferenz 6,2°C.
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Reihe 3, kühles Qi:
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M1 - Das erste Bild dieser Reihe wurde vor Beginn des Aussendens um 16:31h am 07.07.2018 aufgenommen. Es zeigt eine Temperaturdifferenz von 8,0°C zwischen 27,9°C und 21,9°C . Anmerkung: Kurz bevor ich begonnen habe, diese Serie aufzunehmen, war ich im Raum herumgelaufen und habe dabei überall Spuren hinterlassen. - Immerhin eine Gelegenheit, nebenbei zu beobachten, wie diese Fußspur im Fortgang der Aufnahmen langsam verbleicht. - Die für den Anfang hohe Temperaturdifferenz hängt ermutlich mit dem noch abstrahlenden Fußabdruck zusammen.
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(Das Datum war der 07.07.2018):

Reihe 4, kühles Qi:
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O1 - 08.07.2018, 21:58 Uhr: Temperaturdifferenz 13,7°C zwischen 36,9°C und 23,2°C.
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Qi aussenden | Thermografie

Im Folgenden finden Sie mehrere Reihen von Thermografiebildern, die wir mit einer kleinen Flir C2 – eigentlich einer Baustellenkamera – aufgenommen haben. Die Idee dahinter war, dass ausgesendetes Qi, das – obwohl es nicht sichtbar ist – ja vom Empfänger in der Regel als warm empfunden wird, sich doch mit bildgebenden Verfahren irgendwie abbilden lassen sollte. – Zumindest dessen Wärme, denn Qi ist ja nicht nur Wärme. – Zumindest, wenn dieses Wärmegefühl beim Empfangen von Qi nicht auf Selbstsuggestion oder auf psychischer Beeinflussung beruht.

Nun, diese Aufnahmen zeigen doch recht beachtliche Temperaturveränderungen innerhalb von nur ca. 2-5 Minuten.

Ein paar Worte zur Kamera:

Normalerweise zeigt die Kamera einen Temperaturbereich von ca 6°C an, deren mittlerer Wert in etwa der derzeitigen Raumtemperatur entspricht und der in Grün dargestellt wird. Steigen die Temperaturunterschiede der erfassten Objekte, so erweitert sich das Spektrum der angezeigten Farben. Der mittlere Wert bleibt Grün, jedoch verschiebt er sich eventuell in andere Objektbereiche und umgebende Farben verändern entsprechend ihre Darstellung, z.B. von Rot nach Gelb.

Wir arbeiten mit einer FLIRC2, eigentlich einer Kamera, die für thermografische Visualisierungen im Baubereich gedacht ist, oder auch z.B. zum Aufspüren versteckter Tiere.

Thermografie wird auch als diagnostisches Hilfsmittel in der Medizin eingesetzt, dabei kommen aber weit bessere Geräte zum Einsatz. Wir haben dennoch diese einfache Kamera gewählt, da wir nicht in den Bereich medizinischer Diagnostik geraten wollen. Für unseren Zweck – nämlich den Versuch, herauszufinden, inwieweit die Thermografie Theorien unseres Qigong sowie Wahrnehmungen und Erfahrungen beim Üben mit aussagekräftigen Bildern darstellen kann – reicht vermutlich der Spektralbereich von 7,5 – 14μm und eine thermische Empfindlichkeit <0,10°C zunächst vollständig aus. – Will man weiter gehen und auch wissenschaftlich aussagekräftige Ergebnisse erhalten, sollte wahrscheinlich ein besseres Gerät zum Einsatz kommen. Doch ist unser Qigong offensichtlich nicht nur in der Wirkung auf die Übenden ziemlich beeindruckend, sondern auch in der thermischen Darstellung oftmals möglicherweise recht eindeutig; die erreichten Temperaturerhöhungen scheinen teilweise bedeutend höher als sie ohne Qi-Aussendung möglich wären. (Dies spiegelt sich auch in der Temperatur der Hand im „Sendemodus“ oder im „Normalzustand“.) Die Ergebnisse sind reproduzierbar und liefern in der Wiederholung vergleichbare Temperaturverläufe. Die Meßungenauigkeit der Kamera beträgt bis zu +/- 2°C.

Die erreichten Temperaturen sollten nicht unbedingt als „objektive Temperaturen“ verstanden werden (es gibt verschiedene Quellen von Messungenauigkeiten!), sondern als „relative Temperaturen“, also als Temperaturen, die unter ähnlichen Voraussetzungen einzelne Aufnahmen aus einer Gruppe von Abbildungen untereinander vergleichbar machen.

Sehen und rätseln sie selber:

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A1 - Das erste Bild wurde vor Beginn des Aussendens um 21:38h aufgenommen. Es zeigt eine Temperaturdifferenz von 6,1°C zwischen 26,6°C und 20,5°C auf dem Holzfußboden, der als Hintergrund dient. (Die grüne Farbe ist Ausdruck einer mittleren Temperatur.)
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Hier finden Sie das Diagramm der Temperaturverläufe der Reihe „A“:
Aufnahmen mit einer Infrarotkamera zur Dokumentation thermischer Veränderungen beim Aussenden von Qi
Qi-Aussenden ohne Empfänger | 06.07.2018 | 21:38-21:40 | Edith Guba
Hier finden Sie eine weitere Reihe derartiger Aufnahmen, diesmal vom 07.07.2018:
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B1 - 16:21 | Temperaturdifferenz 6,2°C zwischen 26°C und 19,8°C.
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Diesmal sind drei Fotos der Situation vor Sendungsbeginn zu sehen, aus denen die relative Stabilität der regulären Bandbreite der gemessenen Ausgangstemperaturen erkenntlich wird. Stärkere Veränderungen treten erst mit dem „Aussenden von Qi ohne Empfänger“ auf. Insgesamt wurde ca. 3 Minuten lang Qi auf diese Weise ausgesendet.
Meine reguläre Körpertemperatur beträgt gut 36°C. – Genauer konnte ich nicht messen, da ich gar kein Thermometer mehr besitze und mich nicht daran erinnern kann, wann ich zum letzten Mal eines benötigt habe.
Eine kleine Anekdote, die auch dazu gehört:
Da wir über die hohen durch das Aussenden erzeugten Temperaturen der sendenden Hand erstaunt waren (über 37°C, manchmal fast 38°C), hatte ich einen Schüler um ein Bratenthermometer gebeten, mit dem ich die reale Temperatur meiner Fingerspitzen gegenmessen wollte. Dieses zeigte in etwa ähnliche Temperaturen wie die Infrarotkamera; jedoch sind die hohen Werte ja selbst direkt beim Senden schnell veränderlich und gehen nach dessen Abbruch rapide zurück, so dass eine Kontrollmessung zeitgleich erfolgen müsste, was mit unserer Ausrüstung nicht möglich ist.
Hier finden Sie die grafische Darstellung der Temperaturverläufe der Reihe „B“.
Aufnahmen mit einer Infrarotkamera (FLIR C2) zur Dokumentation thermischer Veränderungen beim Aussenden von Qi
Qi Aussenden ohne Empfänger | 16:21-16:28 | 07.07.2019 | Edith Guba
Im Folgenden zwei Beispiele vom 13.07.2018, bei deren Aufnahme ich versucht habe, kein Qi auszusenden.
Obwohl sich das mit dieser Handhaltung nicht völlig unterdrücken lässt, bleiben die oberen Temperaturen i.d.. unter 37°C.
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Ohne senden 2
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Und hier noch zwei weitere Reihen vom 13.07.18 – mit der Handhaltung, mit der (reguläres warmes) Qi sich aufgrund der Praxis des Nei Jing Gong quasi „von alleine“ aussendet:
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FLIR0399
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FLIR0417
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Vor vielen Jahren hatten wir bereits ähnliche Bilder aufgenommen, damals mit einer großen gemieteten Kamera. Vor allem hatten wir Übende beim Fan Teng Gong und beim Nei Jing Gong fotografiert, doch waren auch einige Aufnahmen zum Aussenden von Qi dabei. Die vielleicht beeindruckendsten Aufnahmen damals gelangen eher nebenbei, sie und zeigen Meister Guo Bingsen beim Aussenden von Qi. Allerdings sendet er sein Qi auf einen Empfänger, nämlich auf die Hand eines Schülers aus. Die Ergebnisse sind anschaulich und beeindruckend.