Wichtig zu wissen

Auf den Seiten zum Zhan Zhuang und zur Abschlussübung des Fan Teng Gong finden Sie neben allgemeinen Erläuterungen auch Darstellungen von Übungen. Für alle dieser Seiten gilt folgender Hinweis:

„Bitte beachten Sie, dass man traditionelle Übungen des Nei Gong – und darum handelt es sich beim Fan Teng Gong – nach Auffassung der Dao Yuan Schule nicht aus Büchern, Videos oder von Webseiten usw. erlernen sollte. Wir denken: man braucht einen Lehrer. Die Darstellung von Übungen auf diesen Seiten ist vor allem als Erinnerungsstütze für Schüler der Dao Yuan Schule und als Anschauungsmaterial für Personen gedacht, die bereits im Stehen praktizieren.

Schwangere ab dem dritten Monat und Personen mit Herzschrittmacher dürfen Qigong-Übungen im Stehen nicht praktizieren. Die Dao Yuan Schule weist jegliche Verantwortung für eventuell auftretende Probleme zurück, wenn dieser Hinweis nicht beachtet wird.“

So schreiben wir es regelmäßig in jeden Beitrag auf diesen Seiten, der konkrete Übungsabfolgen behandelt. Hier finden sie die Erklärung:

während einfache Qigongübungen in Bewegung in der Regel keine Probleme auslösen können, wenn man versucht, sie aus Büchern, nach Fotos oder Videos zu erlernen, so verhält es sich bei den inneren Übungen (Nei Gong) der chinesischen Überlieferung anders.

Im Nei Gong – also auch im Fan Teng Gong – werden entsprechend der jeweiligen Übung entweder durch Vorstellungslenkung oder durch minimale äußere Bewegungen Zirkulationen angeregt, deren Auswirkungen man zwar bald spüren, deren Mechanismus man aber – auch bei regelmäßigem Üben – recht lange nicht versteht.

Greift man in diesen Mechanismus ein, versucht also entweder die Übung zu verändern oder praktiziert man sie aus Unkenntnis fehlerhaft, kann man energetische Probleme bekommen. Bei Anfängern halten sich diese normalerweise im Rahmen, sie verschwinden nach einiger Zeit von alleine.

Werden stärkere, fortgeschrittene Übungen falsch praktiziert, so kann dies auch zu stärkeren Problemen führen.

In beiden Fällen sollte ein Lehrer wissen, wie er damit umgeht, wie er dies Probleme lösen kann. Darum erteilt die Dao Yuan Schule die Unterrichtserlaubnis für Fan Teng Gong erst dann, wenn durch die Praxis des Nei Jing Gong-1 und 2 ein höheres Niveau erreicht wurde, als es mit dem Fan Teng Gong möglich ist.

Werden innere Übungen von Anfang an falsch einstudiert, so tut man die ersten der Schritte, die eine meilenweite Reise beginnen können, in die falsche Richtung. Ist man in die falsche Richtung gegangen, muss man wieder umkehren und die Reise von vorne beginnen.

Fan Teng Gong und die Sondermeridiane

Vor Kurzem tauchte in einer Besprechung während eines Fan Teng Gong – Kurses die Frage auf, inwieweit denn die Sondermeridiane im Qigong der Dao Yuan Schule eine Rolle spielten.

Nun, den Sondermeridianen kommt im Verlauf der embryonalen Entwicklung eine große Bedeutung zu. Es wird gesagt, der Embryo atme nicht nur mit der embryonalen Atmung (einer Art Porenatmung), sondern auch Renmai und Dumai (die beiden mittigen, nach der Geburt von unten nach oben verlaufenden, zentralen Leitbahnen für Yin- und für Yang-Qi) zirkulierten bei ihm kreisförmig, in der Form des kleinen himmlischen Kreislaufs.

Renmai und Dumai zählen beide zu den acht Sondermeridianen. Die Umkehrung der nachgeburtlichen Fließrichtung des Qi im Renmai im Zusammenhang mit einer spontan eintretenden verstärkten Zirkulation des Qi in der Wirbelsäule (Dumai) – welche die präsumierte vorgeburtliche kreisförmige Zirkulation von Renmai und Dumai wieder herstellt – ist in manchen daoistischen Übungszusammenhängen eines der ersten, grundlegenden Ziele der Qigongpraxis.

Andere daoistische Richtungen arbeiten in ihren Sitzmeditationen stattdessen mit dem Zhongmai, dem mittigen Zentralmeridian. Der Zhongmai zählt nicht zu den acht Sondermeridianen.

Die Dao Yuan Schule kennt zwar den kleinen himmlischen Kreislauf, fokussiert sich jedoch nicht speziell auf dessen Entwicklung, da in ihrem Unterrichtssystem es zunächst das Nei Jing Gong ist, welches die Zirkulation des Qi in allen Meridianen öffnen kann – also den großen himmlischen Kreislauf.

Dennoch kommt es vor allem in den Shui Gong Kursen der Dao Yuan Schule nicht selten vor, dass sich bei manchem Schülern der kleine himmlische Kreislauf spontan öffnet. (Manchmal hatte sogar etwa die Hälfte der Kursteilnehmer dieser Übungen im Liegen ein derartiges Ergebnis.) Die zweite oben erwähnte besondere Fähigkeit des Ungeborenen, nämlich die embryonale oder Poren-Atmung, kann im Lehrsystem der Dao Yuan Schule mit dem Qigong im Gehen¹ vorbereitet werden.

Im zweiten Teil des Nei Jing Gong gibt es außerdem z.B. Übungen zur Öffnung des im Inneren hinter dem Renmai verlaufenden Chongmai. Dies dient im Zusammenhang des Nei Jing Gong der Entwicklung bestimmter latenter Fähigkeiten.

Die acht Sondermeridiane haben nach der Geburt vorrangig die Funktion, überschüssiges Qi aufzunehmen. Dies kann in der Kindheit reines kosmisches Qi sein, später sind es oft eher Ladungen von verbrauchtem Qi, die wir hier und da abbekommen, teilweise auch Restbestände von nicht völlig ausgeheilten. „weggedrückten“ Erkrankungen. Auch dieses verbrauchte, kranke Qi wird in den Sondermeridianen zwischengespeichert, in der Hoffnung des Körpers, bei Gelegenheit Möglichkeiten zu finden, sich des Abfalls wieder zu entledigen.

Unsere kindliche Fähigkeit zur automatischen Aufnahme von reinem kosmischen Qi verliert sich in der Pubertät.

Mit geeigneten Qigong-Übungen, zum Beispiel mit Fan Teng Gong, kann man verbrauchtes Qi aus dem Körper entsorgen und auch die Fähigkeit zur Aufnahme von kosmischem Qi nach und nach wieder herstellen und verbessern.

Das reine, frische Qi, welches wir im Fan Teng Gong aufnehmen, baut Blockaden nach seiner eigenen biologischen Logik ab, zirkuliert – nicht weiter spezifiziert – in allen Meridianen und reguliert diese, reguliert und befüllt auch die Organe. Überschüssiges aufgenommenes Qi wird im Dantian gespeichert.

Das Dantian ist ein Bereich im Unterbauch, der gut zur Speicherung von zusätzlichem Qi geeignet ist, da aus diesem Bereich Qi auch wieder gezielt und nach seiner eigenen Logik an von diesem erkannte Schwachstellen im Körper geliefert werden kann.

Alle diese Prozesse verlaufen individuell, auch die in diesem Zusammenhang auftretenden Reaktionen sind individuell unterschiedlich. Da diese Reaktionen im Zusammenhang der Auflösung von Blockaden manchmal recht heftig erscheinen können, sollte ein guter Fan Teng Gong Lehrer nach klassischer Auffassung hier aufgrund eines höheren Qi-Niveaus imstande sein, seine Schüler mit Qi zu unterstützen. Dadurch kann er die Fortschritte seiner Schüler beschleunigen.

Doch nicht nur das: ein höheres Qi-Niveau als das seiner Schüler bedeutet für den Lehrer auch, dass er kein verbrauchtes Qi von seinen Schülern aufnimmt. Dadurch kann er außerdem die Fortschritte in seiner eigenen, fortgeschritteneren Praxis beschleunigen.

Insbesondere, wenn bei einem Schüler eine starke Blockade aufgelöst oder aber auch seit langem „zwischengelagertes“ krankes Qi aktiviert und ausgeleitet wird, ist es für den Lehrer ein Segen, dass er hiervon selbst eher nicht angegriffen wird, wenn sein Körper – wie z.B. an der Dao Yuan Schule unumgänglich erfordert – durch ein dem Nei Jing Gong 2 vergleichbares Übungssystem imstande ist, ausreichend Abwehr-Qi zu mobilisieren.

Zurück zu den acht Sondermeridianen: diese werden möglicherweise bereits im Verlauf der ersten Teilungen der befruchteten Eizelle angelegt. Sie entsprechen weniger den Organen, da diese sich in der Entwicklung des Embryos erst herausbilden müssen, sondern beschränken sich sozusagen auf das Wesentliche: die verschiedenen Zirkulationen von Yin und Yang in dessen Körper. Yin- und Yang-Qi sind jedoch auch nach der Entbindung für den Menschen dauerhaft von großer Bedeutung. Entsprechend der Theorie der chinesischen Philosophie und Medizin sind es gerade die Interaktionen je zusammengehörender Yin-Yang-Paare, die Entwicklung ermöglichen: Ohne Yin kein Yang und umgekehrt.

Die Gesetzmäßigkeiten von Yin und Yang in der Natur und im Menschen wurden zuerst im Yi Jing, dem Buch der Wandlungen, kohärent beschrieben. Auf den Theorien dieses klassischen chinesischen Werkes basiert JEDES klassische chinesische Qigong. Übungen, in denen es nicht um die Harmonisierung und Entwicklung von Yin-Qi und von Yang-Qi geht, sind kein Qigong.

Die Regulierung von Yin und Yang beginnt z.B. bereits in der Basis des Fan Teng Gong: Die Position der beiden Handflächen zueinander ermöglicht den Austausch von Yin-Qi und Yang-Qi im eigenen Körper. Bei Männern ist die linke Hand yang, bei Frauen ist es die rechte. Dies hat seinen Ursprung in der Entwicklung des männlichen und des weiblichen Embryos. Zeigen nun die beiden Handflächen in der Basisübung des Fan Teng Gong zueinander, so wird geschwächtes Yin-Qi von Yang-Qi gestärkt, geschwächtes Yang-Qi wird von Yin-Qi gestärkt. Dieses Yin-Qi und dieses Yang-Qi gehört im entwickelten menschlichen Körper zu bestimmten Organen, deren relative Schwäche oder Überfülle Zeichen von energetischen Ungleichgewichten sind, die im Qigong ausgeglichen werden sollen. Bestimmte Krankheitsreaktionen verweisen auf die energetische Regulation in korrespondierenden Körperbereichen. (Zum Beispiel: Die Ohren sind die Öffnung der Nieren. Unerwartet beim Üben auftretende Ohrgeräusche verweisen auf Störungen im Nierensystem – bzw. auf deren gerade stattfindende Regulierung. Von derartigen Störungen hat man vorher oft überhaupt nichts gewusst. Fan Teng Gong kann Ungleichgewichte regulieren, die sich noch weit unter der Schwelle westlicher Krankheitsbilder befinden.)

Jedes klassische chinesische Qigong reguliert durch die das eigene Qi ergänzende Aufnahme von reinem Qi aus dem Kosmos zunächst – in von Übungssystem zu Übungssystem variierender Form – die Zirkulation von Yin-Qi und Yang-Qi im menschlichen Körper. Darum hat man bei jedem klassischen Qigong von Anfang an immer starke Qi-Wahrnehmungen, insbesondere bei Übungen im Stehen.

¹ Qigong im Gehen kann den menschlichen Mikrokosmos mit dem großen Makrokosmos der Natur in Verbindung bringen. Ein Zwischenergebnis hierbei ist die Fähigkeit zu realen (nicht nur vorgestellten) sehr langen Phasen des Ein- und des Ausatmens, welche alleine mit der Lungenatmung nicht realisiert werden können. So kann es die üblicherweise sich in Sitzmeditationen einstellende embryonale Atmung vorbereiten.

Qualitätssicherung

Vor Kurzem erhielt ich eine Anfrage von einer Frau, die seit mehreren Jahren Fan Teng Gong übt und nun schwanger ist. Nach dem 3. Monat soll man kein Fan Teng Gong – keine Übungen im Stehen allgemein – mehr üben, es bestünde dann unter anderem die Gefahr einer Fehlgeburt. Die Lehrerin der besagten Dame hatte ihr jedoch vermittelt, sie könne auch nach dem Ende des dritten Monats weiterüben; auf dieser Seite hatte sie selbst dann die Info gefunden, dass davon nachdrücklich abgeraten wird. Also schrieb sie mir, um Klarheit in dieser Frage zu erhalten.

Ich wusste nicht, bei wem sie Fan Teng Gong gelernt hatte und verwies auf die Verantwortung jedes einzelnen Lehrers für seine Schüler – nicht ohne ihr mitzuteilen, dass ich selber in ihrer Situation nicht weiter üben würde.

Im Anschluss stellte sich heraus, dass sie bei einer Lehrerin gelernt hatte, die sich auf die Dao Yuan Schule als ihr Ausbildungsinstitut bezog.

Daraufhin teilte ich Ihr mit, dass alle Lehrer mit einer gültigen Unterrichtserlaubnis der Dao Yuan Schule für Qigong zum Unterricht des Fan Teng Gong auf dieser Seite namentlich vorgestellt werden.

Die Dao Yuan Schule erteit ihre Unterrichtserlaubnis von Beginn an nur auf die Dauer von je zwei Jahren. Vor fast 20 Jahren waren wir Vorreiter in diesem Vorgehen, mittlerweile ist es üblicher Standard.

Eine Linksammlung zu informativen Seiten zum Fan Teng Gong finden Sie hier.

Die Hauptseite zum Fan Teng Gong finden Sie hier.

„Sendeprotokoll“ Nei Jing Gong

Hier finden Sie ein „Sendeprotokoll“ zu Qi-Aussendungen von Anfängern im Dao Yuan Nei Jing Gong 2:

Methode und Begründung:

Die Empfängerin steht zu Beginn in 10m Entfernung von der Senderin, mit dem Rücken zu dieser und ohne, dass sie weiß, wer auf sie aussendet. Sobald sie eine Wahrnehmung von Qi hat, äußert sie diese, so dass sie sofort notiert werden kann. Nachdem diese Wahrnehmungen deutlich sind, geht sie 10m weiter, sagt, was sie spürt und es wird notiert usw.

Die Empfängerin/der Empfänger ist in den jeweiligen „Versuchsreihen“ immer die/der gleiche; so sollen Unterschiede in der Wahrnehmungsfähigkeit für Qi reduziert und eine gewisse Vergleichbarkeit der Ergebnisse erreicht werden.

Diese Qi-Tests ermöglichen es den Teilnehmern, eine Idee davon zu bekommen, was mit „Qi aussenden“ gemeint ist und ihre eigene Entwicklung in diesem Bereich zu reflektieren.

Die Entfernung, über die Qi wahrnehmbar ausgesendet werden kann, besagt etwas über dessen Stärke. Diese wiederum ist ein Indikator seiner Wirksamkeit.

Die Stärke des ausgesendeten Qi kann ebenso wahrgenommen werden wie individuelle Varianten, die häufig dem entsprechen, was wir sonst als „Charakter“ eines Menschen verstehen.

Empfängerin: A | Senderin: B, Nach Übung NJG2/3:

10m Kribbeln in Händen; stärker; am unteren Rücken leichter Druck,
20m An beiden Armen Kribbeln bis nach oben, hohe Intensität
30m Kribbeln in den Armen ist ein bisschen weiger, leichtes Kribbeln an den Beinen
40m Kein Kribbeln in den Armen mehr, aber in den Händen und Beinen; es ist ein ganz bisschen komisch geworden
50m Keine Veränderung
60m Kribbeln nur in den Händen, komisches Gefühl in der Brustgegend, ein leichter Druck
70m Ein leichtes Kribbeln in den Händen, aber feiner, das komische Gefühl ist weniger
80m Ein leichtes Kribbeln in den Händen, kann aber auch eigenes Qi sein, Druck in der Brust ist weg

Empfängerin: A | Senderin: C, Nach Übung NJG2/4:

10m Wärme am unteren Rücken, ein Kribbeln in den Händen setzt ein
20m Schönes Wärmegefühl am unteren Rücken, die Hände kribbeln, es zieht nach oben in die Unterarme
30m Wärme, ein wohliges, weiches Gefühl, umfangend, kuschelig, ein Gefühl der Aufgehobenheit
40m Kribbeln in den Händen
Die Sendeversuche fanden an der Bushaltestelle statt; an dieser Stelle kamen die 3 von St. Andreasberg abfahrenden Busse an. Die Sendung wurde dadurch um ca. 10 Minuten unterbrochen, danach wurde sie mit der gleichen Entfernung zwischen der Senderin und der Empfängerin wieder aufgenommen
50m Kribbeln in den Händen, das Wohlgefühl ist durch den Bus zerstört und weniger deutlich
60m Kribbeln in den Händen, ein Wohlbefinden
70m Wieder weiterhin Kribbeln, ein Wohlbefinden
80m Das Kribbeln ist weniger, nicht mehr so stark, ein Wohlbefinden, aber schwächer
90m Ich kann nicht sicher sagen, ob ein Kribbeln da ist, die Hände werden mit Qi aufgeladen, ohne dass es kribbelt, es ist ein anderes Qi-Gefühl und ein Wohlbefinden

Kommentar: Derartige „Sendeversuche“ führt die Dao Yuan Schule regelmäßig in den Nei Jing Gong 2 Kursen durch. Gutes Üben geeigneter Übungen vorausgesetzt, sind die Ergebnisse intersubjektiv reproduzierbar. Da sie zu deutlichen Qi-Wahrnehmungen führen, sollten sie auch mit geeigneten objektiven Messmethoden erfassbar sein. In diesem Artikel werden ausschließlich die Ergebnisse einer Gruppe von Anfängern im NJG2 präsentiert.

Empfängerin: A | Sender: D, Nach Übung NJG2/2:

10m Die Hände kribbeln, in den Rumpfbereich strömt ordentlich Energie, es zieht durch den ganzen Rumpf, der Rumpf wird gestreckt
20m Weiter Kribbeln in den Händen, der Rumpf richtet sich auf, der Rumpf wird vom Qi ausgefüllt, es ist ein Tick ein komisches Gefühl
30m Der obere Rumpf wird eher vom Qi erfüllt, der unter Rumpf weniger, die Hände kribbeln, mir ist ein Tick komisch zumute
40m Ein Kribbeln in den Händen, es drückt in der rechten Schulter, das Gefühl, dass der gesamte Rumpf von Energie gefüllt ist, ist nicht mehr so stark
50m Das Kribbeln in den Händen wird weniger, es drückt mich auf der rechten Schulter
An dieser Stelle versuchte der Sender, nicht mehr auf die Schulter, sondern auf den Fuß der Empfängerin auszusenden. Ein Fuß ist aus einer Entfernung von 50 Metern natürlich nicht mehr so leicht zu treffen,
60m Ein Kribbeln in den Händen, ein ganz leichtes Gefühl von Energie im Rumpf, nicht mehr eindeutig
70m Kein Kribbeln in den Händen mehr, alles schwach, kaum wahrnehmbar.

Der Nacken wird kalt (bemerkt beim Zurücklaufen – vermutlich ein Ausleitungsphänomen der Empfängerin)

Empfängerin: A | Sender: E, Nach Übung NJG2/3:

10m Die Hände kribbeln, im Rücken ein gewisser Druck
20m Deutliches Kribbeln in den Händen, der Druck breitet sich aus und strahlt auf den ganzen Rumpfbereich aus, im Bauch hat es eine Intensität, eine deutliche Intensität an Qi
30m Im Brust-/Bronchienbereich spürbar fast ein Druck, Hände kribbeln weiter, auch auf dem Bauch
40m Bauch/unterer Rumpfbereich deutlich bemerkbar, wie aufladend, die Hände kribbeln weiter, aber nicht mehr so stark, hat etwas Freundliches, macht gute Laune
50m Weniger; an den Händen schwächer, weiter freundlich, macht gute Laune
60m Leichte Kopfschmerzen, Kribbeln noch weniger, spürt nicht mehr so viel, der Nacken/Schulterbereich ist ganz kalt
70m Es kribbelt mehr als vorhin, insgesamt stärker, auch im Bauch/Brustbereich; leichte Kopfschmerzen
80m Kribbeln ist noch spürbar, etwas schwächer
90m Kribbeln in den Händen, Kopfschmerzen verschwinden auch, ein bisschen im Bauchbereich, Kälte im Nacken/Schulterbereich

Hier finden Sie den obigen Text als pdf:

http://daoyuan-fan-teng-gong.net/wp-content/uploads/2019/08/Erste-Sendeversuche-Nei-Jing-Gong.pdf

Im Nei Jing Gong können derartige Ergebnisse nach der Praxis des Nei Jing Gong 1 und nach den ersten 1-4 Übungen des Nei Jing Gong 2 möglich sein. Insgesamt besteht das Nei Jing Gong2 aus weit mehr Übungen, welche die Fähigkeiten, Qi auszusenden weiter entwickeln und verfeinern. Darauf wiederum aufbauend ist das Nei Jing Gong 3.

Die erstaunlichen Ergebnisse dieser noch am Anfang ihres Übens stehenden Gruppe von Schülern sind – ein vergleichbares Qi-Niveau vorausgesetzt – reproduzierbar und intersubjektiv wahrnehmbar, insofern die Empfänger ausreichend sensibel für externes Qi sind.

Das Fan Teng Gong entwickelt nicht die Fähigkeit, Qi auszusenden, dieses dient vorrangig der Pflege des eigenen Wohlbefindens; es kann (gutes Üben vorausgesetzt) gesundheitsverbessernde und lebensverlängernde Wirkungen haben.

Nei Jing Gong geht über diese Ziele hinaus. Im Allgemeinen ist es sinnvoll, zunächst mit dem Fan Teng Gong zu beginnen.

Einen Bericht zur möglichen Entfaltung von Ergebnissen im Fan Teng Gong finden Sie hier: https://daoyuan-fan-teng-gong.net/?p=2841

Allgemeine Ausführungen zu Übungen im Stehen finden Sie hier: https://daoyuan-fan-teng-gong.net/?page_id=608

Shaolin Nei Jing Yi Zhi Chan

Immer wieder mal werde ich gefragt, ob denn das Nei Jing Gong der Dao Yuan Schule nicht eine Variante des Shaolin Nei Jing Yi Zhi Chan Qigong sei. Obwohl dieses Thema ja bereits auf dieser Seite abgehandelt wurde, habe ich das Thema erneut recherchiert und auch einen beschreibenden Text gefunden. Gestern noch hatte ich ihn an dieser Stelle zitiert, aber eigentlich will ich das gar nicht.

In diesem Text wird als erstes der Name dieses Übungssystems mit „Shaolininnere-nei-内 ⋅ Essenz-jing-精  ⋅ ohne Absicht-yizhi-意旨“ ⋅ Chan-Zen-禅 (Zen-Übung) angegeben.  – Bisher hatte ich noch nie gehört, dass „Nei Jing“ im Zusammenhang des Shaolin Nei Jing Yi Zhi Chan Qigong mit „Innere Essenz“ übersetzt würde. Meiner bisherigen Vermutung nach ist in diesem Zusammenhang immer die Rede von Innerer Kraft-jing-劲. – So ist es zumindest im Nei Jing Gong: 內勁功. Im Nei Jing Gong arbeiten wir mit Qi, nicht mit Jing. (Obwohl Jing im Zusammenhang mit Qi natürlich auch immer eine Rolle spielt, doch darauf einzugehen, führte an dieser Stelle zu weit.)

Es gibt auch einige Ähnlichkeiten, in den allgemeinen Übungsdetails. Diese gelten jedoch z.B. auch für das Fan Teng Gong, also eher für verschiedene Übungsformen im Stehen.

Die wenigen Beispiele konkreter Übungen sind ebenfalls ähnlich, jedoch nicht gleich. Selbst im Nei Jing Gong selber führen sehr kleine Unterschiede in den Positionen und Fingerbewegungen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. – Darum ist Genauigkeit im Anleiten und im Üben so wichtig. (Kleine Setzlinge sind sich ja auch oft sehr ähnlich. Und doch wird aus dem einen z.B. eine Tomate, aus dem anderen z.B. ein Mammutbaum.)

Ähnlichkeiten gibt es auch in den Zielen, der Entwicklung verschiedener Fähigkeiten. Auch diese findet man regelmäßig im klassischen Qigong. Die Frage ist, wie erreiche ich sie.

Die reale Möglichkeit, derartige Fähigkeiten tatsächlich selbst zu entwickeln, hat drei Voraussetzungen:

→ Das Übungssystem muss die Möglichkeit dieser Ergebnisse beinhalten.

→ Der Lehrer muss es gut unterrichten. „Guter Qigongunterricht“ hat verschiedene Voraussetzungen, die auf dieser Seite bereits mehrfach unter verschiedenen Vorzeichen behandelt wurden.

→ Die Schüler müssen den Unterricht gut aufnehmen und diesem entsprechend gut üben.

Beim ersten Querlesen des erwähnten Textes zum Shaolin Nei Jing Yi Zhi Chan ist mir eine Passage etwa folgenden Inhalts aufgefallen:

Zunächst versucht man, die Grundstellung auf 20 Minuten aufzubauen. Dafür kann man zum Beispiel mit fünf Minuten beginnen und in der Folge jeden Tag eine Minute dazu nehmen, bis man schließlich bei einer Übungszeit von 20 Minuten angelangt ist.

Hier nun zeigt sich ganz deutlich ein wesentlicher Unterschied zum Unterricht des Fan Teng Gong und/oder des Nei Jing Gong der Dao Yuan Schule: Unsere Schüler bauen die Basis von fünf auf 40 Minuten (Fan Teng Gong) oder von fünf Minuten auf eine Stunde (Nei Jing Gong1) viel schneller auf – an einem einzigen Wochenende von 12 Stunden. Zwischen den Übungsabschnitten gibt es viele Pausen mit Zeit für Fragen und Antworten.  Dies gilt – mit sehr wenigen Ausnahmen – für alle Teilnehmer: alte, junge, sportliche, unsportliche usw. Dieses erste Wochenende in Fan Teng Gong oder Nei Jing Gong1 ist für nicht wenige Teilnehmer häufig das erste Qigong-Wochenende überhaupt. Viele machen bereits in den ersten 5 Minuten ihres Übens deutliche Qi-Erfahrungen: Qi kann man nicht sehen, aber im Qigong kann man es spüren. („Spürt man nichts, dann sind es andere Übungen“ – wie Meister Guo Bingsen dazu anmerkte.)

Wie ist das möglich? – Die Schüler werden unterstützt vom Qi der Lehrer. Darum können sie schnell reichlich motivierende energetische Erfahrungen in der sonst eher schwierigen Anfangsphase machen, diese schnell meistern und in der Folge zu Hause gut weiter üben, gute Fortschritte im Qigong erfahren. Die an der Dao Yuan Schule für Qigong ausgebildeten Lehrer für Dao Yuan Fan Teng Gong und weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Lehrer für Dao Yuan Fan Teng Gong„.

In einem sehr viel umfangreicheren und anspruchsvolleren System wie z.B. dem Dao Yuan Nei Jing Gong gelten diese Voraussetzungen guten Unterrichts natürlich erst recht. Wenn man die damit möglichen Entwicklungen und Ergebnisse zukünftigen Generationen offen halten will, darf man es nicht bereits in der jetzigen Generation verwässern.

Für das Nei Jing Gong der Dao Yuan Schule gilt:

… Traditionelles chinesisches Qigong ist tiefgründig und nicht immer leicht zu verstehen. Dennoch können auch moderne westliche Menschen von seinen Vorteilen profitieren. Um die ‚verborgenen Qualitäten‘ zum Beispiel des Nei Jing Gong zu erhalten, wird die Unterrichtsberechtigung für dieses von Meister Guo Bingsen in den Westen gebrachte Qigong nur von diesem und dessen Meister ausschließlich für den Unterricht im Rahmen der Dao Yuan Schule für Qigong erteilt. … Wir hoffen, für diese klassischen, seit langer Zeit in China überlieferten Qigongformen im Westen eine Basis zu legen, auf der ihre Qualität auch für zukünftige Generationen gehalten und entwickelt werden kann.

Einige Ergebnisse einiger Anfänger im Nei Jing Gong 2 finden Sie unter diesem Link.

– Wobei man „Anfänger“ hier aus dem Blickwinkel der Dao Yuan Schule verstehen muss. Immerhin haben die in diesem Artikel mit einigen Ergebnissen präsentierten Senderinnen und Sender mindestens schon zwei Jahre lang Nei Jing Gong 1 und die ersten Übungen des Nei Jing Gong 2 regelmäßig täglich, manche auch 2x täglich 30-60 Minuten lang, praktiziert. Die meisten hatten zuerst mit dem Fan Teng Gong begonnen, dadurch kamen weitere Jahre täglichen Übens hinzu. Ausschlaggebend für ihre Ergebnisse von bis zu 90 m wahrnehmbaren ausgesendeten Qis ist aber das Nei Jing Gong. Auf der Basis derartigen Übens geeigneter Übungen sind solche Ergebnisse wiederholbar.

Allgemeine Ausführungen zu Übungen im Stehen, auch im Fan Teng Gong, finden Sie hier.

Der erste Schritt

Fan Teng Gong wird ohne die Zuhilfenahme von Atem- oder Vorstellungslenkung praktiziert. Auf diese Weise kann es seine Ergebnisse gut entfalten.

Übt man es gut, kann es möglich werden, ergänzendes Qi im Dantian zu speichern. Dies kann sehr hilfreich sein für uns selber, für unsere Familie, für unser Umfeld.

Entsprechend der Theorie des Qigong nehmen wir beim Üben frisches Qi aus dem Universum auf und transformieren es in für uns verwertbares biologisches Qi.

Energetische Überschüsse, die wir nicht unmittelbar benötigen, werden im Dantian – einem Bereich im Unterbauch – gespeichert. In Situationen, die von uns viel Qi verlangen, wird dieses im Dantian gespeicherte Qi vor unserem in den Nieren gespeicherten Yuan Qi (Ursprungs-Qi) verbraucht. Das Vorhandensein von Yuan Qi entspricht der Lebenserwartung; wird es geschont, kann die Lebenserwartung steigen.

Eine hohe Lebenserwartung ist zwar eine wichtige Voraussetzung für die eventuell später mit Hilfe anderer Methoden mögliche Herausbildung des goldenen Dan – doch ist im Dantian gespeichertes Qi noch lange nicht das goldene Dan. Die Bildung des goldenen Dan ist das Ziel dessen, was im Westen gerne „innere Alchimie“ genannt wird.

Das „goldene Dan“ ist ein Synonym für die erreichte Unsterblichkeit. Mag diese in der Zwischenzeit zwar auch ins Visier der modernen Wissenschaft geraten sein – im Qigong wird sie selten erreicht. Sicherlich nicht mit Anfängerübungen. Und zu diesen zählt das Fan Teng Gong.

Die Art, wie man Anfängerübungen praktiziert, legt jedoch die Basis für die Möglichkeit späterer fortgeschrittener Ergebnisse.

Verschiedene Links zum Thema Fan Teng Gong finden Sie auf dieser Seite.

 

Fan Teng Gong bei Guo Bingsen und an der Dao Yuan Schule

Guo Bingsen wurde – nachdem er bereits als Qigong-Großmeister anerkannt war – von der Qigonggesellschaft in Dalian beauftragt, Fan Teng Gong bei Lu Xuezhi zu erlernen, um dieses dem Hörensagen nach sehr heilsame Qigong den Menschen in Dalian nahezubringen. Lu Xuezhi führte parallel zu seinem Fan Teng Gong Unterricht regelmäßig auch Energiefelder durch – und die Qigonggesellschaft in Dalian wusste, dass Guo Bingsen dazu auch imstande war.

Manchmal entwickeln sich die Wege anders als geplant und Guo Bingsen gelangte in den Westen, zuerst nach Lyon, wo er seit 1987 Qigong unterrichtete, dann auch nach Deutschland, wo er insgesamt ca. 20 Jahre lang die Dao Yuan Schule entwickelte, in deren Rahmen seinen Unterricht systematisierte und an westliche Schüler anpasste.

Zunächst unterrichtete er sowohl Fan Teng Gong (15 anspruchsvolle Übungen!) als auch Nei Jing Gong_1 (7 sehr anspruchsvolle Übungen!) je innerhalb von 5 Tagen. Dies überforderte ganz offensichtlich den Großteil der Schüler. Dann teilte er sowohl Fan Teng Gong als auch Nei Jing Gong 1 auf mehrere Wochenenden auf, zunächst je 2, später wurden es für Fan Teng Gong 5 und für Nei Jing Gong 7 Wochenenden. – Dies waren Prozesse, denn es bestanden keinerlei Vorerfahrungen im Gruppenunterricht dieser Übungsreihen an ein westliches Publikum. Schlussendlich führten ihn die Erfahrungen seiner Schüler dazu, Fan Teng Gong an insgesamt 8 Wochenenden zu unterrichten: so war immerhin ein relativ schnelles Erlernen dieser Übungen möglich – andererseits ging die Geschwindigkeit des Unterrichts nicht zu Lasten der Qualität der Ergebnisse.

Edith Guba hatte Guo Bingsen von Anfang an nach Deutschland eingeladen, die Dao Yuan Schule mit ihm zusammen gegründet und seinen Unterricht aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. An verschiedenen Orten hatte sie Interessierte ausfindig gemacht, die dort ihrerseits für ihre eigenen Schüler Kurse mit Meister Guo organisierten, so z.B. in Eichstätt, Hamburg, Mainz, Münster und Wien.

Nachdem Meister Guo von seinem Meister die Erlaubnis erhalten hatte, auch Nei Jing Gong_2 in öffentlichen Kursen anzubieten – seine Schule also auch sehr fortgeschrittene Übungen anbot – Übungen mit hohem Potential, aber auch mit hohen Ansprüchen an guten Unterricht -, beschränkte er sich stärker auf diesen Unterricht, auf die Entwicklung seiner eigenen Schule. Nach und nach kamen verschiedene Perlen – profunde, unveränderte klassische Methoden – dazu und bereicherten das Lehrprogramm der Dao Yuan Schule, bis es vor etwa 10 Jahren seinen derzeitigen Stand erreicht hatte.

Für den Unterricht des Fan Teng Gong entwickelte Guo Bingsen ein angemessenes Ausbildungsprogramm, das die zukünftigen Lehrer befähigt, ihren Schülern zu schnellen Fortschritten und Ergebnissen zu verhelfen und andererseits den angehenden Lehrern ausreichenden Schutz bietet, um sich nicht mit dem Unterricht selber zu erschöpfen.

Eine ausreichende energetische Basis hierfür ist die abgeschlossene Praxis des Nei Jing Gong_2. Insgesamt erstreckt sich diese Lehrerausbildung in der Praxis nicht selten auf ca. 10 Jahre.

Die Fähigkeit, parallel zum Fan Teng Gong Unterricht Energiefelder anzubieten, existiert jedoch nur an der Dao Yuan Schule. Diese Art des Energiefeldes ist ein Kleinod aus dem Bereich des Wunderbaren im Qigong, in Worten nur sehr dürr zu beschreiben.

Meister Guo hat es immer wieder parallel zu seinem Unterricht angeboten und Edith Guba, seine Meisterschülerin und Nachfolgerin, hat die Fähigkeit, Energiefelder durchzuführen, durch ihn übertragen bekommen: eine Quelle der Rekreation für alle, die daran teilnehmen, offen auch für Schüler anderer Schüler oder für Personen, die gar kein Qigong üben.

Infos zu Informationsveranstaltungen und Fan Teng Gong Kursen von Edith Guba finden Sie im Kalender der Dao Yuan Schule und auch auf unserer ‚Demnächst‘ – Seite.

 

Erfahrungen mit dem Fan Teng Gong

Im Anhang dieser Seite finden Sie einen ausführlichen, sich über mehr als ein Jahr erstreckenden Erfahrungsbericht einer ehemaligen Schülerin der Dao Yuan Schule.

Dieser Bericht war leider lange verschollen, erst vor Kurzem habe ich ihn wieder gefunden. Die ehemalige Schülerin ist leider einige Zeit nachdem sie diesen Erfahrungsbericht zum Fan Teng Gong verfasst hatte, aus familiären Gründen in ein anderes Land umgezogen und für uns sozusagen auch verschollen.

Zustand der Welt

Der Spiegel schrieb am Mittwoch, den 16.01.2019 um 12:00 Uhr:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/weltwirtschaftsforum-warnt-vor-risiken-und-spaltung-a-1248296.html

Lao Zi schrieb vor vielleicht 2500 Jahren:

53. kapitel

wenn ich ein bisschen was wüsste,

ich folgte dem großen dao.

ich hätte nur angst, davon abzuweichen.

das große dao ist einig und weit,

aber die menschen lieben die abwege.

der kaiserliche hof sehr exklusiv,

die felder sehr überwuchert,

die speicher sehr leer,

die kleider bunt geschmückt.

man trägt scharfe schwerter,

man ist übersättigt von speise und trank,

wohlstand und geld gibt es im überfluss.

es ist wie bei räubern und protzern.

das ist nicht das dao, leider.

Lao Zi schrieb aber auch:

37. kapitel

das dao weilt immer im nicht-tun,

doch kann es alles erreichen.

wenn edle und könige es zu wahren wissen,

so verändern sich alle wesen aus sich selber.

zeigen sich begierden

im verlauf der verwandlung,

sollte die namenlose einfalt sie zur ruhe bringen.

die namenlose einfalt erzeugt kein verlangen.

ohne verlangen ist stille.

die welt kommt von alleine ins lot.

 

Übersetzung aus dem Chinesischen ins Französische und Deutsche von Guo Bingsen und Edith Guba.

Qi aussenden auf eine Kugel / Thermografien

previous arrow
next arrow
Slider
Hier habe ich versuchsweise einmal Qi aus einer Entfernung von ca. 3m auf eine Kugel ausgesendet. (Edelstahl, 4cm Durchmesser)
Ihre Erwärmung um ca. 5-6°C geschah innerhalb von ca. 1 min; nach dem Ende des Sendens kühlte sie innerhalb von ca. 4-5 min wieder ab.
Im Fan Teng Gong und in anderen Qigongformen entwickelt sich diese Qi-induzierte Wärme auf biologisch verträgliche Weise im eigenen Körper. Nei Jing Gong entwickelt in jahrelangem, mitunter auch etwas anstrengendem Üben all seiner Stufen darüber hinaus die Fähigkeit, Qi mit spezifischen Eigenschaften auszusenden. Die Wirkungen von ausgesendetem Qi lassen sich an einfachen Materialien besser dokumentieren als an komplexen Lebewesen.

Medizinisches Qigong, Yangsheng Gong, daoistisches Qigong

Zur Verortung von Fan Teng Gong und Nei Jing Gong

Im 2010 auf Englisch und vorher schon in China erschienen Buch Chinese Medical Qigong findet sich eine bemerkenswerte Passage, die hier sinngemäß und etwas verkürzt wiedergegeben wird:

Die Ziele des daoistischen Qigong unterscheiden sich von denen des medizinischen Qigong.

Im medizinischen Qigong geht es darum, seine Gesundheit zu erhalten und Erkrankungen vorzubeugen, indem man Jing, Qi und Shen in ihrer postnatalen Erscheinung nährt und verfeinert. Diese Art des Übens wurde biologische Regulierung genannt, denn sie folgt dem natürlichen Ablauf des menschlichen Lebens.

Im Daoismus jedoch soll dieser natürliche postnatalen Verlauf umgekehrt werden, so dass die Übenden zum ursprünglichen vorgeburtlichen Sein zurückkehren und das Dao verwirklichen. 1

Das Ziel des Buches, aus dem diese Passage stammt, ist es, Übungen aus dem Yangsheng Gong in ihren therapeutischen Einsatzbereichen und in ihrem Gesamtkontext darzustellen:

Yangsheng Gong pflegt die Gesundheit und versucht dabei – ebenso wie das chinesische medizinische Qigong – dem menschlichen Leben optimale Verhaltensweisen zu fördern.

Im klassischen chinesischen Qigong ist die Entwicklung umfassender Gesundheit ebenso von Bedeutung, jedoch mit dem Ziel, eine stabile Basis für weitere Entwicklungen auf dem Weg des Qigong zu ermöglichen.

Hierfür muss das vorhandene biologische Qi nicht nur reguliert, sondern auch vermehrt und transformiert werden – ebenso wie Jing und Shen.

Beiden gemeinsam ist der Versuch, ein einfaches, natürliches Leben zu realisieren. Einmal, um dieses dadurch lange zu erhalten und zum anderen, um all die kostbaren Ressourcen, die das Leben uns mitgegeben hat, zu schonen und nicht zu verlieren, denn sie werden für dem Menschen mögliche Weiterentwicklung benötigt.

Beim Fan Teng Gong handelt es sich ebenso wie beim Nei Jing Gong um klassisches chinesisches Qigong, nicht um chinesisches medizinisches Qigong.

1Liu, Chinese Medical Qigong, ISBN 978-1-84819-096-2, S. 58f.